Schön konform bleiben!

Mut vs. Angst

Der Gegenbegriff zu Mut ist nicht Angst, es ist Konformität. Das sagte vor mehr als 60 Jahren Earl Nightingale, als er darüber sprach, was erfolgreiche Menschen ausmacht, was sie auszeichnet – und darüber, was Veränderung und Wachstum im positiven Sinne behindert.

Besser konform?

Konformität – also sich konform zu irgendetwas oder irgendwem zu verhalten – ist einer der Top-Veränderungsbehinderer schlechthin. Wenn wir uns konform verhalten, uns an Regeln halten, die irgendjemand einmal aufgestellt hat oder von denen wir glauben, dass es sie gibt (in einer Art vorauseilendem Gehorsam), haben wir es meistens ziemlich gemütlich.

Das gilt gleichermaßen für das private und das geschäftliche Umfeld – ob als Firmenchef oder Sachbearbeiter. Konformes Verhalten wird belohnt. Non-konformes wird sanktioniert. Kurzfristig und im Gesamtsystem funktonieren diese Prinzipien offensichtlich ganz ordentlich. Es geht halt nur nicht voran. Weder für den Einzelnen noch für die Organisation.

Komfortzone abgeflattert…

Diese Regeln stellen also so etwas wie die Grenzpfähle oder das Flatterband der Komfortzone dar. Ausserhalb dieses Terrains wird es ungemütlich – das werden Ihnen die Menschen sagen, die es sich mit Ihnen zusammen genau hier in der Konformitätszone bequem eingerichtet haben. Und wir glauben es dann wahrscheinlich auch – die „Mehrheit“ weiss wo es lang geht.

Natürlich gibt es „da draussen“ welche, die wir bewundern; welche, die etwas geschaffen haben oder etwas tun, was sie erfüllt. Aber es gibt Tausendundeinen Grund, warum es ausgerechnet für uns nicht möglich sein sollte und genau so viele Gründe in der Herde zu bleiben und das weiterhin zu machen, was alle machen und was wir immer schon gemacht haben.

Sparen Sie Energie!

Das ist vordergründig einfacher und energiesparender. Mutig zu sein und den Job oder die Stadt zu wechseln oder sich mit einer mehr oder weniger verrückten Idee selbständig zu machen kostet hingegen Energie. Und man läuft Gefahr, sich lächerlich zu machen.

Hier geht es raus!

Um über das Flatterband zu springen braucht es tatsächlich Mut und einen stark ausgeprägten Willen etwas Anderes, etwas anders oder etwas Anders anders zu machen als die Mehrheit. Aber nur mit diesem Mut zu springen, aus dem Konformitätskarrussell auszusteigen und etwas zu wagen, kann Veränderung und Entwicklung überhaupt stattfinden. Für den Einzelnen oder eine Organisation.

Und das Schöne ist: Es gibt genug Menschen da draußen, die vor Ihnen die Konformität aus ihrem Wortschatz gestrichen haben.

Und wenn Sie spontan keinen finden: Seien Sie sicher, der Einzige ist manchmal nur der Erste

(Beitragsbild: iStockphoto.com)

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