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Meetings – und andere Grausamkeiten*

Keiner mag sie, jeder ist in einem. Ständig. Bullshit-Bingo Meisterschaften, SMS und Handy-Klingel-Terror im Sitzungssaal. Privater eMail-Check-Marathon und Nicht-im-Protokoll-stehen-wollen – jedenfalls nicht mit ToDo!

Meetings. Fast jeder geht hin obwohl er sie hasst. Wenn man sie schon nicht abschaffen kann, wie können sie möglichst effizient und nutzbringend gestaltet werden? Hier sind 10 Ideen (Ergänzungen willkommen!):

  1. Man kann über alles reden, nur nicht über eine Stunde. Warum dauert ein durchschnittliches Meeting eine Stunde? Weil das die Standardeinstellung Ihres Kalenders ist. Geben Sie kürzeren Meetings und damit Ihren Kollegen und Mitarbeitern eine Chance.
  2. Eine Routine ist keine Routine. Wenn Sie keine Themen haben, sagen Sie das Meeting ab. Dass Sie jeden Freitag meeten ist kein Grund, jeden Freitag zu meeten.. Das gilt auch für Montage!
  3. Ein Meeting ohne Ergebnisse ist kein Meeting (wert). Es sei denn das Meeting dient der Präsentation von Ergebnissen. Dann würde ich es allerdings auch Präsention nennen.
  4. Halten Sie die Ergebnisse nach. Haben Sie keine, brauchen Sie auch kein Meeting, oder?
  5. Schicken Sie unvorbereitete Teilnehmer nach Hause (oder zurück an ihren Arbeitsplatz). Fast nichts ist so grausam und unproduktiv wie ahnungslose Teilnehmer auf Kosten der anderen wieder „ins Boot“ zu holen. Von mangelndem Respekt der Unwissenden mal ganz abgesehen.
  6. Ein Meeting ist keine Klassenfahrt. Es müssen nicht alle dabei sein, die Zeit haben! Nur die, die vorbereitet sind UND entscheiden können. Punkt.
  7. Machen Sie es sich nicht zu bequem. Meeten Sie doch mal im Stehen. Was Einkaufsverhandlungen mit Ihren Lieferanten beschleunigt, kann für Meetings nicht verkehrt sein. Niemand kann sich hinter seinem Tisch verstecken. Wer einnickt fällt um…
  8. Meetings sind keine Unsicherheitsreduktions- oder Bestätigungsveranstaltung. Wenn Sie sich in Meetings über das, was Ihre Leute machen informieren müssen oder sich Applaus für Ihre Entscheidungen abholen wollen…das fällt auf.
  9. Frühstückspause ist in der Frühstückspause. Entweder es wird gemeetet oder gegessen. Sie sind dann drüber, wenn Ihr unvorbereiteter Nachbar Sie nach einem Stift fragt um sich auf der Brötchentüte Notizen zu machen. (Kein Spruch! Selbst erlebt!)
  10. Business oder Busy-ness? Siehe auch hier. Kommt es Ihnen ganz gelegen, an vielen langen Meetings teilzunehmen und ohne konkrete Ergebnisse rauszugehen? Wenn nein, heben Sie die Hand und thematisieren Sie diese (Un-)Kultur.

* Die Überschrift habe ich mir übrigens von Scott Adams, dem Erfinder von Dilbert ausgeliehen.