Ideen im Gehen – die etwas andere (Kreativ-) Pause – neuer Termin!

Pausen. Pausen sollen helfen, sollen frische Energie für den zweiten Teil des Tages, für die nächste Runde im Meeting, den nächsten Punkt in der Strategietagung bringen. So weit so gut. Oder eben nicht, denn: Wir sind ja höllisch produktiv und daher müssen wir auch diese (vom Prinzip her sehr sinnvolle) Zeit auf jeden Fall produktiv nutzen. Was selten frischen Wind und neue Energie bringt. Im Gegenteil..

Business-Lunch kennt man…

…laute Kantine, und falls man keine hat: laute Lokale, in beiden Fällen schnelles Essen, schnelle Gespräche mit Leuten, die Du sowieso kennst. Alles ermüdend, wenig erquicklich und schon gar nicht kreativitäts- und lösungsbeschleunigend. Weil: Viel (qualitativ bedenklicher) Input fürs Hirn, noch mehr qualitativ bedenklicher Input für den Bauch (einfache Kohlehydrate in Pizza, Pasta und paniertem Schnitzel mit Pommes) machen müde (und nicht immer zufrieden). Die Themen drehen sich um sich selbst. Bullshit-Bingo (um andere zu beeindrucken), Tratsch, blöder Chef, doofe Kollegen und so weiter.

Wandel durch Wandeln…

Das Gehen, früher auch Wandeln, diente nicht nur Kurgästen sondern auch und insbesondere den Denkern in Gesprächen mit ausgewählten Zeitgenossen zur intellektuellen Befruchtung, gedanklichem Sparring und dem Lösen (von Problemen) im Gehen / in Bewegung: „Solvitur Ambulando“ wie man früher sagte. Viel früher.

Was die Alten schon wussten…

Prentice Mulford zum Beispiel war ein Freund des Alleine-Essens, da er vermeiden wollte, ungute Gedanken durch suboptimale Gespräche aufzunehmen. Das ist eine Möglichkeit der Linderung.

Dichter, Denker und Philosophen, Kreative und Innovative wussten und wissen es:

„Jeder Ort der Zurückgezogenheit braucht einen Wandelgang. Meine Gedanken schlafen ein, wenn ich sitze; mein Geist rührt sich nicht, wenn meine Beine ihn nicht bewegen…“

sagte zum Beispiel Michel de Montaigne.

Und Nietzsche schrieb einmal:

„So wenig als möglich sitzen; keinem Gedanken Glauben schenken, der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung..“

Erinnerung!

Diese Tradtion, dieses einfache und wirkungsvolle Wandeln, sollten wir uns wieder in Erinnerung rufen und in den Alltag zurückbringen. In meinen Workshops habe ich den Gang, das Wandeln (ohne es explizit so zu nennen) verwendet, wenn ein wichtger Tagesordnungspunkt abgeschlossen war, um Raum für das nächste Thema zu bekommen. Und wenn wir keine Bewegung mehr im Prozess hatten… dann haben wir uns bewegt. Mit erstaunlich guten Ergebnissen. Praxiserprobt.

Und jetzt?

Lassen Sie es uns probieren. Üben wir den Gang um den Kopf frei und die guten Ideen hineinzubekommen! Frischer Wind für die Hirnwindungen. Ideen im Gehen. Einfach und wirkungsvoll. Wenn mehrere Leute mitgehen, die nicht aus einem Team sind, gibt es einen zusätzlichen Benefit: Entspanntes Netzwerken. Muss aber nicht. Mittagessen wird sowieso überbewertet. Und es gibt feine und sinnvolle Alternativen zu SchniPo und Pizza.

Verabreden Sie sich. Am besten mit Menschen, die Sie noch nicht kennen (oder lassen Sie sich verabreden). Wenn Sie Trainer oder Moderator sind, ermutigen Sie die Teilnehmer zur Bewegung. Wer seine Ruhe haben will, der geht eben alleine – jedoch in gemäßigtem Tempo. Am besten dort, wo es grün ist. Also mit Pflanzen und Bäumen. Sei es der Stadtpark, der botanische Garten oder was auch immer. Licht, Luft, Natur und Bewegung.

Fundiert und wirksam!

Obacht: Das ist nicht nichts tun! Das ist sehr nützlich. Und erwiesen: Der größte Teil der (guten) Ideen und Lösungen kommen NICHT in der bekannten Arbeitsumgebung oder in Kreativmeetings (nur rund 1%). Sie kommen überall anders: Unter der Dusche. Und vor allem draußen (28% beim Wandern und in der Natur). (Füglistaller, KMU-Magazin Nr. 7/2005).

Nutzen Sie dieses einfache und sehr wirksame Instrument. In kleinen Gruppen. Am besten mit Gleichgesinnten aus unterschiedlichen Bereichen.

Angebot

Hier ist mein Angebot für Münster. Kostet nix, bringt eine Menge. Thema? Bringen Sie mit.

Hier sind die Eckdaten für den 2ten Termin:

  • Start:  Mittwoch, 6. Februar 2019 um 12:30 Mittags am Aasee im schönen Münster bei der „Showtreppe“
  • Dauer: ca. 90 Minuten
  • Thema: Bringen Sie mit – die Lösung ergibt sich im Gehen
  • Teilnehmer: Damit es Freude macht 3 – 8.
  • Regeln? Ja. Vor allem Respekt und Augenhöhe
  • Anmeldung? Wäre nett! Am besten über Xing – oder die bekannten Kanäle per Mail br@raschkowski.org oder Telefon 0170 4 42 11 61 und über das Kontaktformular

Artikelbild: pixabay

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